Ein funkelndes 43. Paléo!


Depeche Mode, Gorillaz, The Killers, Lenny Kravitz, MGMT, Kaleo, Emir Kusturica, Nina Kraviz, Indochine, OrelSan, Suprême NTM, Jamel Debbouze, Nekfeu, Jain, Bigflo & Oli, Vianney, Eddy de Pretto, – das Programm des 43. Paléo Festival steht im Zeichen der funkelnden Genres. Sowohl diese – Rock, HipHop, Chanson, Pop oder Electro – als auch die Stil-Mischungen werden von grossen Namen und überzeugenden Entdeckungen dargeboten. Das Village du Monde erweist der aussergewöhnlichen Vielfalt Südeuropas die Ehre. Die Tickets und Abonnements sind ab Mittwoch, 28. März um 12 Uhr auf paleo.ch und an den üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich.

Das Festival bietet ein strahlendes, die Grenzen sprengendes Programm zwischen bekannten Stars und überzeugenden Entdeckungen. So beginnt die Ausgabe 2018 zu grossen Namen mit Depeche Mode, die ihren New Wave voller Klasse zum Besten geben, den glühenden The Killers und den hybriden HipHop-, Pop- oder Electro-Schätzen von Gorillaz unter Leitung des genialen Damon Albarn. Indochine und Lenny Kravitz werden die Grosse Bühne mit ihren zeitlosen Hits in Flammen setzen.

Der HipHop nimmt dieses Jahr einen ganz besonderen Platz ein mit den Flaggschiffen des französischen Rap Suprême NTM und den Phänomenen OrelSan, Bigflo & Oli oder Nekfeu. Die neue Generation ist vertreten durch die beissenden Texte von Little Simz, das provokante und politisch (sehr) unkorrekte Reich von Lorenzo, den hypnotischen Flow von Roméo Elvis oder auch den Do it yourself –Geist von Rilès. Die lokale Szene steuert das Ihre bei mit dem von subtilen Reggae-Soul-Einflüssen geprägten HipHop von Danitsa, den drei Bühnenmonstern Makala, Slimka et Di-Meh – unter dem Namen XTRM Tour – oder der Deutschschweizer Sensation S.O.S, die mit ihrer sagenhaften Energie sämtliche Barrieren des Röstigrabens hinwegfegt.

Im Register Rock geben die Gitarren und die happigen Rhythmen von Black Rebel Motorcycle Club den Ton an für den Nachwuchs. Im ersten Rang entdecken wir IDLES – die der Punk-Seele von Bristol neues Leben einhauchen –, den leidenschaftlichen Post-Punk-Gospel von Algiers, den genervten Mathe-Rock von Lysistrata, den geothermischen Blues-Rock von Kaleo oder auch den strahlenden Soul von Nathaniel Rateliff. Der Trip wird psychedelisch und vielfarbig mit MGMT, Django Django oder Superorganism, aber auch sinnlich mit Warhaus oder eindringlich mit dem melodischen Pop von Declan Mc Kenna, Charlotte Cardin und Loïc Nottet.

Die Electro-Odysse beginnt mit DER unumgänglichen Techno-Figur Nina Kraviz, den Variationen und der Schlafkraft von Bicep oder dem süchtig machenden Deep-House von Feder. Die Reise geht weiter, mal exotisch mit den tropischen Sounds von FOU!, mal hypnotisch mit den schwebenden Klangschwaden von Hungry 5 feat. Worakls, N’to & Joachim Pastor. Und schliesslich hüllt er sich in Finsternis mit dem düsteren und kalten Techno von Arnaud Rebotini oder Opuswerk.

Die rebellischen Hymnen von Bernard Lavilliers und die feinfühligen Chansons von Vianney öffnen den Weg für eine wunderbar vielfältige französischsprachige Szene, vertreten durch die zarte Rock-Feder der Dandys Feu! Chatterton, die unwiderstehlichen Melodien von Claudio Capéo und den schelmischen Pop von Angèle. Nach einem berauschenden Abstecher in die Ungezwungenheit der 80er mit Vendredi sur Mer wird die französische Sprache zum Gegenstand einer musikalischen Forschungsreise mit der fein ziselierten Prosa des jungen Wunderkinds Eddy de Pretto oder dem von raffinierter Nostalgie geprägten Texten von Clara Luciani.

Die Reise führt uns durch ein Festival von Stil-Mischungen: die furiose Verbindung zwischen Pop und Groove von Jain, die punkig-balkanische Brigade von Emir Kusturica, der nicht klassierbare Handharmonika-Spieler Mario Batkovic oder die warmen, in Yoruba-Beschwörungen gehüllten Stimmen von Ibeyi. Dann wird die Stimmung glühend heiss mit der Afro-Punk-Trance von Tshegue und den ekstatischen Electro-Demonstrationen von KOKOKO!. Havana meets Kingston organisiert ein Date, bei dem sich Rumba, Salsa und Son cubano mit Reggae, Dub oder dem jamaikanischen Dancehall treffen. Der aufsteigende Stern Jahneration und die Propheten der amerikanischen Szene SOJA bringen Paléo zum Grooven mit ihren verbindenden Roots.

Jamel Debbouze, der grosse König der Improvisation und Flex-Kaiser des Stand-up, feiert sein grosses Bühnen-Comeback mit einer brandneuen Kreation. Bei Paléo heisst es dann „Maintenant ou Jamel“.

Diesen Sommer lässt sich das Village du Monde auf der warmen Erde Südeuropas nieder. Von Portugal über Spanien, Frankreich und Italien bis Griechenland erweist es der aussergewöhnlichen kulturellen und musikalischen Palette dieser Region die Ehre. Der von strahlendem Pop geschmückte Fado von Ana Moura wird die Village-BesucherInnen ebenso verführen wie der Bossa von António Zambujo. Am Fest beteiligt sind auch der Rockuduro des Lissabonners Diron Animal, der Nuevo flamenco von Calima, die brodelnde Ska-Punk-Energie von Txarango oder La Pegatina, die unirdische Aura des Cantautore Vinicio Capossela und der 80er Italo-Pop-Kirsch von Mister Milano. Giufà und Mascarimirì stellen die italienische Tarantella auf den Kopf, während Imam Baildi den Rebetiko mit dem Flow eines MC und electro-balkanischen Klängen verbindet. Die letzte Etappe führt nach Südfrankreich mit dem Weg und den Stimmen der Tradition. So wie sie weitergeführt wird von den Okkzitanen Lo Còr de la Plana oder den Korsen A Filetta, die uns mit ihren betörenden Polyphonien erobern werden.

Die klassische Musik wird vertreten vor allem durch Camille & Julie Berthollet, die Botschafterinnen eines klassischen – aber entschlossen eklektischen – Repertoires, das lebt, rockt und hämmert. Am Sonntag geht die Reise zu Ende mit einem Feuerwerk nach dem Stabat Mater. Dieses wunderbare und grandiose Werk von Gioachino Rossini wird interpretiert von 4 talentierten SolistInnen und einem speziell für Paléo zusammengestellten grossen 100-köpfigen Chor unter der Leitung von Pascal Meyer. Dieser wird begleitet vom Orchestre de Chambre Fribourgeois (OCF).

Programm