Ein starkes Programm für den 44. Paléo!


The Cure, Lana Del Rey, Twenty Øne Piløts, Christine and the Queens, Patrick Bruel, Charlotte Gainsbourg, Stephan Eicher & Traktorkestar, Angèle, Tash Sultana, Lomepal, Jacob Banks, Xavier Rudd, Shaka Ponk, -M-, Birkin Gainsbourg Le Symphonique, The Blaze, Polo & Pan - das Paléo Festival Nyon präsentiert ein die Grenzen sprengendes grandioses Programm zwischen bestandenen Stars und überzeugenden Entdeckungen. Die vielfältigen Stationen zwischen Rock, HipHop, Electro, Pop, Chanson und Kulturmix werden jeden Geschmack ansprechen an dieser 44. Ausgabe, die vom 23. bis 28. Juli 2019 stattfindet. Das Village du Monde schmückt sich mit den warmen Farben von Quebec. Die Tickets und Abonnements sind ab Mittwoch, 3. April um 12 Uhr auf paleo.ch und an den üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich.

Paléo hat ein eklatantes Programm zusammengestellt mit der New Wave-Legende The Cure, die eine über 40jährige Karriere feiert, und der amerikanischen Ikone Lana Del Rey, die das Festival mir ihren jeweiligen einzigen Auftritten in der Schweiz beehren. Das Pop-Rock-Duo aller Superlative Duo Twenty Øne Piløts, die überspannten Rocker Shaka Ponk und das Bühnenmonster -M- werden alle auf ihre Art ihre Schlagkraft an einzigartigen Shows unter Beweis stellen. Und jenseits der internationalen Headliner wird eine begabte und sprudelnde neue Generation von Künstlerinnen und Künstlern die französische Sprache auskundschaften, die wieder aktueller denn je ist, in all ihren Formen. 

Im Register HipHop werden der melancholische Flow von Lomepal, das Phänomen Soprano, die ungeschminkte Handschrift von Damso oder auch die R’n’B-Sanftheit von Dadju die Asse-Ebene zum Vibrieren bringen. Odezenne verwischt die Grenzen der urbanen Poesie, während Colombine oder das einheimische Wunderkind Makala eine neue Familie von Rappern mit happigen Beats und einem schwülen Groove anführen. Die Belgier Caballero & JeanJass geben ihren Flow made in Brüssel zum Besten, und Sho Madjozi beweist mit ihren exaltierten Tsonga-Rhythmen, dass der HipHop universell ist.

Die französische Sprache beschränkte sich früher aufs Chanson, doch heute nimmt sie in allen Stilen einen Spitzenplatz ein. Während Patrick Bruel, Stephan Eicher & Traktorkestar und HF Thiéfaine ihre anthologischen Repertoires neu interpretieren, ist der Nachwuchs reichhaltig und kühn mit der funkelnden Christine and the Queens oder der schelmischen Angèle. Nicht zu vergessen natürlich die elegante Schwermut von Bertrand Belin, der aufgeklärte Pop von Hoshi oder der unter Electro-Infusion stehende Pop von Thérapie Taxi. 2019 ist auch die Ausgabe, an der Jane Birkin und ihre Töchter auf demselben Programm stehen. Serges Muse erweist diesem mit Birkin Gainsbourg Le Symphonique die Ehre, während die einzigartigen Stimmen von Charlotte Gainsbourg und Lou Doillon einem ätherischen Electro-Pop und einem stilvollen Folk-Rock freien Lauf lassen.

Die Gitarren ertönen immer und wieder mit dem fiebrigen New Wave von The Twilight Sad, denen Robert Smith himself das Gütesiegel verliehen hat, dem sensiblen Post-Rock von Rendez Vous oder dem genervten Punk der Irländer Fontaines D.C. Die DIY-Strömung hat ebenfalls würdige Vertreter mit dem schludrigen Rock von TH Da Freak und der Garage-Flutwelle Johnny Mafia. Rolling Blackouts Coastal Fever zupft an der nostalgischen Saite mit seiner Indie-Patina der Nineties.

Der Electro seinerseits klingt wie eine Einladung auf eine Reise. Die Klangperlen von Thylacine oder Weval versprechen einen vibrierenden Road-Trip ohne Kompass. Der French Touch kommt zu Ehren mit der Galionsfigur Etienne de Crécy, der beseelten Melancholie von The Blaze oder dem üppigen Electro-Pop von Polo & Pan. Das Tech-Manifest von La Fraicheur oder das elektrische Pamphlet KOMPROMAT, bestehend aus dem Duo Vitalic und Rebeka Warrior, schliessen diese Expedition mit komplexen Noten ab.

Die Ausgabe 2019 wird auch ein Festival der kulturellen Durchmischung, wie sie die Fusion von Pop-Rock und Reggae der authentischen Tash Sultana, der Afro-Psyche-Cumbia von The Mauskovic Dance Band, die Kuduro-Diva Pongo oder der Crooner mit dem rauen Timbre Jacob Banks verkörpern. Die Istanbuler Ikone Gaye Su Akyol verzerrt die türkischen Folk-Hymnen bis zum Punk-Delirium, und Charlie Cunningham taucht seinen himmlischen Folk in andalusische Sonne. 

Im Kapitel Humor bringen uns Vincent Kucholl und Vincent Veillon zum Lachen mit einem sehr hiesigen Thema Le Fric, un spectacle cher. 

Kurs auf Quebec 

Diesen Sommer erweist das Village du Monde der aussergewöhnlichen kulturellen und musikalischen Vielfalt von Quebec die Ehre, zunächst mit den hochsensiblen Melodien von Cœur de Pirate und den polaren Inuit-Pop-Klängen von Elisapie. Das französischsprachige Chanson wird würdig vertreten vom emblematischen Songwriter Robert Charlebois, den Les Cowboys Fringants und ihren Rock’n’Roll-Songs mit Folk-Country-Tendenz oder den grossen Kalauerschmieden Les Trois Accords

Mit dem warmherzigen, von traditioneller Musik gespickten Punk-Rock-Basar von Bodh’aktan oder dem von Le Winstons Band gebotenen Spagat zwischen Quebec und Louisiana beweist Quebec, dass es das Rezept für einen warmherzigen Folk kennt. Doch die Palette ist breit, wenn alle Reichtümer der Belle Province  zu Wort kommen sollen, sei es der strahlende Pop von Bears of Legend, der ganz auf Frenglisch getextete Rap des groovigen Loud oder der authentische Koriass. Der nicht klassierbare extravagante Hubert Lenoir verteidigt die Glam attitude zwischen zwei Auftritten des Cirque Alfonse, einem überschwänglichen und aufgestellten zügellosen musikalischen Happening, in dem die Truppe die malerischsten Aspekte der Quebecer Folklore auslotet. 

Am Sonntag geht das Abenteuer zu Ende mit dem Feuerwerk nach dem klassischen Konzert in Form eines Freipasses für das Orchestre de Chambre de Lausanne. Unter Leitung von Joshua Weilerstein bietet dieses ein eklektisches Programm von Mozart bis Mendelssohn.

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