Image

Nai Qala (Partner)

Schweiz / Afghanistan

Die Nachrichten aus Afghanistan sind vorwiegend tragisch und negativ. Experten und Medien berichten vom Leiden und von der Brutalität des Krieges und vermitteln so das Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung.

Ich bin Afghane habe vor sechs Jahren die Vereinigung Nai Qala gegründet im Gedenken an meinen Vater, der sein abgeschiedenes Dorf im Zentrum Afghanistans verlassen hat. Er war Schafhirt, und er brachte seine Familie in die Stadt, damit seine Söhne und Töchter zur Schule gehen und studieren konnten.

Mein Engagement gründet sich auf den Willen, dieses Anliegen einen Schritt weiter zu führen und Bildung in einige der entlegensten ländlichen Regionen selbst zu bringen. Seit 2007 hat meine Vereinigung drei Schulen und eine Klinik gebaut.

Die Kriegsjahre haben Afghanistan die Fähigkeit genommen, seine eigene Identität zu formulieren, und es ihm so verunmöglicht, seine Zukunft und das gemeinsame Schicksal seines Volkes zu gestalten. Und dennoch bin ich davon überzeugt, dass Afghanistans Zukunft in den Händen der Afghanen und Afghaninnen liegt. Die Lösung für unsere gegenwärtigen Probleme kann und darf nicht von aussen kommen. Solidarität und Unterstützung aus dem Ausland sind zwar nach wie vor wichtig, doch es ist Zeit für das afghanische Volk, seine Probleme anzupacken, seine Gespaltenheit zu überwinden und eigenständige Lösungen ins Auge zu fassen.

Ich hoffe, diese Projekte tragen auch dazu bei, ein anderes Bild von Afghanistan zu schaffen – ein Bild von Einsatz und Eigenleistung – und bewusst machen, dass die Afghaninnen und Afghanen die gleichen Hoffnungen und Wünsche haben wie alle anderen Völker der Welt: Wir streben nach Achtung und einer besseren Zukunft.

Taiba Rahim - Nai Qala

Abonnieren Sie unseren Newsletter