Bertrand Belin

  • Frankreich
  • Eleganter Folk-Rock-Weltschmerz

Als Dichter reiht Bertrand Belin mit seiner tiefen, langsamen und betörenden Stimme die Wörter der französischen Sprache wie Perlen aneinander. Jedes Wort ist sorgfältig abgewogen, geschickt abgesetzt, wie abgehoben. In der Art eines Daho oder Bashung flaniert er genüsslich und schleppt seine Stimme dahin wie er seinen Weltschmerz durch Paris schleppt, in den Fussstapfen Baudelaires. Zwischen hart und weich, Rock und Folk bewegt er sich auf einer Gratlinie, die Einsamkeit, Brüche, Abschiede erahnen lässt. Belin, das ist diese Spannung zwischen aussprechen und verschweigen, dieses Zögern, sich mit der Realität abzufinden oder sie durch Poesie zu torpedieren.