Columbine

  • Frankreich
  • Rap-Fatalität

Angesichts einer Welt, die aus den Fugen gerät, behält das Duo Columbine die Nerven. Mit ihrem realistischen und illusionslosen Blick auf ihre Umgebung sind die jungen Leute aus Rennes so weit gegangen, einen Namen zu wählen, der bittere Erinnerungen an Geschehnisse in den amerikanischen Mittelschulen wachruft. Eine Art, der Gewalt und der Verzweiflung eine lange Nase zu drehen. Die Enfants terribles einer neuen Welle des französischen Rap kümmern sich einen Deut um Codes und erzählen von ihrem Überdruss in Texten, die Humor und Fatalität miteinander vermischen. Ihr Flow ist wie eine Ode an die Melancholie, an flüchtige Begegnungen, an das, was uns in einer abgewrackten Zivilisation zum Lachen und dann zum Weinen bringt.