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Die kleine Geschichte eines grossen Festivals

In fast 50 Jahren seines Bestehens hat Paléo viele Abenteuer erlebt. Getragen von seinem Verein hat das Festival Herausforderungen mit Mut und einer Prise Verrücktheit gemeistert. 

Obwohl sich das Festival im Laufe der Zeit stark verändert hat, sind seine Wurzeln dank seiner leidenschaftlichen, freien und ambitionierten Gemeinschaft dieselben geblieben.

1973–1976 
Paléo ist in erster Linie eine Geschichte der Freundschaft, entstanden in der post‑Woodstock‑Ära und mit dem Folk-Spirit der 70er‑Jahre.

Eine kleine Gruppe leidenschaftlicher Musikliebhaber träumt gross und schafft es, jene Künstler*innen einzuladen, die die Zeit prägen. Die Wette geht auf. 1976 bildet die Gründung des Vereins "Folk Club de l’Escalier" und des "First Folk Festival" den Grundstein für ein Projekt, das schon damals zu ambitioniert war, um zwischen vier Wänden zu bestehen.

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1977–1989 
Unmittelbar am Ufer des Genfersees erlebt das Nyon Folk Festival in Colovray ein spektakuläres Wachstum.

Unter dem neuen Namen Paléo Folk Festival, später Paléo Festival Nyon, präsentiert die Veranstaltung ein eklektisches und internationales Line-up und professionalisiert sich schrittweise. Trotz eines instabilen Umfelds und der steten Drohung eines Zwangsumzugs wächst Paléo weiter – getragen von der Liebe des Publikums und prestigeträchtigen Acts. Ende des Jahrzehnts zählt das Festival 90’000 Besucher*innen und 1’000 Mitarbeitende.

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1990–1999 
Das eingespielte Team installiert sich auf der „Plaine de l’Asse“ und läutet damit eine neue Ära ein.

Auf dieser weiten Ebene muss alles neu erdacht werden – und ihr vor allem eine Seele eingehaucht werden. Die 90er-Jahre sind geprägt von einer kreativen Expansion: neue Bühnen, ambitionierte Szenografien und musikalische Augenblicke, die heute Legendenstatus haben. Das Festival bricht Rekord um Rekord und erreicht gleichzeitig die Kapazitätsgrenzen seines Geländes: 200’000 Personen. Zum ersten Mal in seiner Geschichte muss Paléo leider Besucher*innen am Eingang abweisen.

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2000–2019 
Zum Beginn des neuen Jahrtausends hat Paléo eine neue Dimension erreicht: der sympathische lokale Treffpunkt wandelt sich zu einer unumgänglichen kulturellen Institution.

Paléo etabliert sich als grösstes Open Air der Schweiz und als europäische Referenz, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen. Die Organisation erweitert ihr Angebot mit der Schaffung des „Village du Monde“, „La Ruche“ sowie einer Zusammenarbeit mit der Fachhochschule HES‑SO. Nachhaltigkeit und Digitalisierung rücken zunehmend in den Mittelpunkt. Paléo wird zu einer echten kulturellen Stadt, die Tausende Festivalbesucher*innen empfangen kann, ohne je seine verbindenden Werte zu leugnen.

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2022 – heute 
Nach einer Zwangspause gewinnt Paléo neuen Schwung dank eines vollständig neu gedachten Festivalgeländes.

Die Organisation integriert neue Bühnen und setzt weitere Massnahmen im Bereich Nachhaltigkeit um. Auch mit der erhöhten Kapazität von 250’000 Besucher*innen ist Paléo weiterhin innert Minuten ausverkauft. Das Festival bestätigt seine Fähigkeit, fünf Generationen rund um ein populäres und gewagtes Programm herum zu vereinen. Auch wenn sich das Gesicht des Festivals verändert hat, ist sein Geist dank der engagierten, unermüdlichen Gemeinschaft derselbe geblieben. 2025 wird Paléo als bestes europäisches Festival ausgezeichnet und erhält die Zertifizierung „A Greener Festival“.

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Im Hinblick auf die 50. Ausgabe im Jahr 2027 verfolgt Paléo seinen Weg Tag für Tag mit Leidenschaft.

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